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Grundlagen

Dysphagie bei Kopf-Hals-Tumoren

Tumoren und ihre Behandlung durch Operation und Bestrahlung verändern das Schlucken oft dauerhaft. Überblick zu Ursachen, Prophylaxe und Ernährung.

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Tumor und Therapie als Ursache

Tumoren in Mund, Rachen oder Kehlkopf können das Schlucken direkt behindern. Häufig sind es aber die Folgen der Behandlung – Operation, Bestrahlung und Chemotherapie –, die zu einer anhaltenden Dysphagie führen. Viele Betroffene sind noch Jahre nach der Therapie betroffen.

Was sich verändert

Bestrahlung kann zu Schleimhautentzündung, Mundtrockenheit und später zu Vernarbung und Fibrose führen. Operationen verändern die Anatomie und die Beweglichkeit von Zunge und Kehlkopf. Die Folge sind ein mühsamer Bolustransport, Reste im Rachen und ein erhöhtes Aspirationsrisiko.

Prophylaktisches Schlucktraining

Ein wichtiger Grundsatz lautet «Use it or lose it»: Wer während der Bestrahlung – soweit sicher möglich – weiter schluckt und gezielte Übungen macht, erhält die Funktion besser. Eine frühe Schlucktherapie begleitet den gesamten Verlauf.

Ernährung sichern

Während der Behandlung ist der Energie- und Eiweissbedarf oft erhöht, während Schmerzen und Trockenheit das Essen erschweren. Angepasste Konsistenzen nach IDDSI, Trinknahrung und angereicherte Speisen helfen, eine Mangelernährung zu vermeiden. Zeitweise kann eine Sondenernährung nötig sein.

Mundtrockenheit lindern

Die oft ausgeprägte Trockenheit macht trockene, bröckelige und klebrige Speisen gefährlich. Feuchte, gleitfähige Zubereitungen mit reichlich Sauce sowie eine sorgfältige Mundpflege verbessern Sicherheit und Komfort.

Langfristige Begleitung

Weil sich die Situation über Monate verändert, ist eine regelmässige Neubeurteilung wichtig. Spezialisierte Angebote finden sich unter Anlaufstellen.

Nachvollziehbar

Quellen & Referenzen

  1. [1]Hutcheson, K.A., et al. (2013). Eat and Exercise During Radiotherapy or Chemoradiotherapy for Pharyngeal Cancers: Use It or Lose It. JAMA Otolaryngology-Head & Neck Surgery, 139(11), 1127-1134.
  2. [2]Garcia-Peris, P., et al. (2007). Long-term prevalence of oropharyngeal dysphagia in head and neck cancer patients. Clinical Nutrition, 26(6), 710-717.
Geprüft von DysphagieFood Administration

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