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Für Betroffene

Betroffene

Sie leben mit einer Schluckstörung? Hier finden Sie verständliche Informationen, praktische Hilfen und Orientierung für Ihren Alltag – Schritt für Schritt und ohne Fachchinesisch.

Betroffene – DysphagieFood

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Erste Schritte nach der Diagnose

Eine Schluckstörung wirft viele Fragen auf. Diese Schritte geben Ihnen zu Beginn Orientierung und Sicherheit.

Fachliche Abklärung anstossen

Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf eine Verordnung für Logopädie und, bei Bedarf, Ernährungsberatung an. Beide werden bei krankheitsbedingter Dysphagie über die Grundversicherung übernommen.

Ihre sichere Konsistenz kennen

Lassen Sie fachlich abklären, welche IDDSI-Stufe für Sie sicher ist – für Speisen und für Getränke getrennt. Diese Stufe ist die Grundlage für alles Weitere im Alltag.

Unterstützung organisieren

Beziehen Sie Angehörige früh ein und klären Sie, wer beim Einkaufen, Kochen oder bei den Mahlzeiten unterstützen kann. Sie müssen das nicht allein bewältigen.

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Alltagstipps, die wirklich helfen

Kleine Gewohnheiten machen das Essen und Trinken sicherer und entspannter. Was davon für Sie passt, stimmen Sie am besten mit Ihrer Fachperson ab.

Aufrecht sitzen

Nehmen Sie zum Essen eine aufrechte Position ein (möglichst 90°). Halten Sie Kopf und Rumpf in einer individuell geeigneten Position. Spezielle Kopfhaltungen wie Kinnsenkung oder Kopfdrehung nur anwenden, wenn sie fachlich beurteilt und individuell empfohlen wurden. Bleiben Sie nach der Mahlzeit aufrecht sitzen – die Dauer richtet sich nach Ihrer individuellen Situation und Empfehlung.

In Ruhe und in kleinen Portionen

Nehmen Sie kleine Bissen und Schlucke, kauen Sie gründlich und schlucken Sie bewusst. Lassen Sie sich Zeit und sprechen Sie nicht gleichzeitig mit dem Schlucken.

Ablenkung reduzieren

Schalten Sie Fernseher und Radio während der Mahlzeit aus. Eine ruhige Umgebung hilft, sich auf das sichere Schlucken zu konzentrieren.

Mundpflege nach jeder Mahlzeit

Kontrollieren Sie, ob Speisereste im Mund zurückbleiben (Wangentaschen, Gaumen). Falls individuell empfohlen, können ein zusätzlicher Leerschluck oder andere Schluckstrategien helfen, Rückstände zu reduzieren. Besonders wirksam ist eine gründliche Mundpflege nach jeder Mahlzeit: Sie senkt das Risiko für eine Aspirationspneumonie (Lungenentzündung durch Verschlucken) nachweislich deutlich.

Medikamente richtig einnehmen

Manche Tabletten dürfen nicht gemörsert werden. Klären Sie mit Arztpraxis oder Apotheke, wie Sie Ihre Medikamente sicher – etwa mit angedickter Flüssigkeit – einnehmen. Achten Sie auch auf den Zeitabstand zur Mahlzeit: Einzelne Wirkstoffe dürfen nicht zusammen mit dem Essen eingenommen werden (zum Beispiel Levodopa bei Morbus Parkinson nicht gleichzeitig mit Eiweiss/Protein), weil die Wirkung sonst abgeschwächt wird.

Genuss nicht vergessen

Auch angepasste Kost darf gut aussehen und schmecken. Ansprechend angerichtete Speisen und Lieblingsgeschmäcker erhalten die Freude am Essen.

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Mit den Gefühlen umgehen

Eine Schluckstörung betrifft nicht nur den Körper. Scham, Unsicherheit oder Rückzug bei gemeinsamen Mahlzeiten sind verständlich – und Sie sind damit nicht allein.

Offen darüber sprechen

Teilen Sie Angehörigen und Freunden mit, was Ihnen beim Essen hilft. Verständnis im Umfeld nimmt Druck aus schwierigen Situationen.

Am Tisch dabei bleiben

Gemeinsame Mahlzeiten sind wertvoll. Auch mit angepasster Kost können Sie am geselligen Teil teilhaben – das tut der Lebensqualität gut.

Begleitung annehmen

Belastet Sie die Situation stark, ist professionelle oder seelsorgerische Begleitung eine echte Hilfe. Fachpersonen und Beratungsstellen finden Sie im Verzeichnis.

Noch Fragen offen?

Sie vermissen Inhalte für Betroffene oder haben eine konkrete Frage? Schreiben Sie uns – wir helfen gerne weiter.

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