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Für Lehrpersonen

Lehrpersonen

Für den sicheren Umgang mit Schluckstörungen im Schulalltag: Grundlagenwissen, Sicherheit bei Mahlzeiten und Materialien für Lehr- und Betreuungspersonen.

Lehrpersonen – DysphagieFood

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Dysphagie bei Kindern verstehen

Schluckstörungen bei Kindern haben oft andere Ursachen als bei Erwachsenen und äussern sich teilweise anders. Grundlagenwissen hilft, betroffene Kinder besser zu begleiten.

Häufige Ursachen

Bei Kindern treten Schluckstörungen häufig im Zusammenhang mit Entwicklungsverzögerungen, neurologischen Erkrankungen (z. B. Zerebralparese), Frühgeburtlichkeit, angeborenen Fehlbildungen (Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Ösophagusatresie) oder seltenen Syndromen auf. Auch gastroösophagealer Reflux kann das Schlucken beeinträchtigen.

Anzeichen im Schulalltag

Auffälliges Husten beim Trinken, häufiges «Verschlucken», Nahrungsverweigerung, auffällig langes Kauen, Sabbern über das alterstypische Mass hinaus, wiederkehrende Atemwegsinfekte oder ungeklärte Gedeihstörung können Hinweise sein.

Unterschied zu Erwachsenen

Kinder können ihre Beschwerden oft nicht benennen. Verhaltensänderungen (Angst vor dem Essen, Unruhe bei Mahlzeiten, Rückzug) sind manchmal das einzige sichtbare Zeichen. Hier ist aufmerksame Beobachtung durch Betreuungspersonen besonders wertvoll.

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Sichere Mahlzeiten in Schule und Betreuung

Wenn ein Kind mit Schluckstörung am Mittagstisch dabei ist, braucht es klare Regeln und eine abgestimmte Zusammenarbeit mit den Eltern und Fachpersonen.

Individuelle Vereinbarungen

Vereinbaren Sie mit den Eltern und der behandelnden Logopädie schriftlich, welche IDDSI-Stufe das Kind braucht, ob Getränke angedickt werden müssen und welche Lebensmittel oder Konsistenzen tabu sind. Diese Vereinbarung sollte allen Betreuungspersonen zugänglich sein – auch Stellvertretungen.

Sitzposition und Umgebung

Aufrechte Sitzhaltung (Füsse haben Bodenkontakt oder stehen auf einer Fussstütze). Ruhige Essumgebung – ein tobendes Kind darf nicht gleichzeitig essen. Kein Essen beim Rennen, Spielen oder auf dem Rücken liegen.

Beaufsichtigung

Kinder mit bekannter Schluckstörung sollten beim Essen beaufsichtigt werden. Das heisst nicht permanente 1:1-Betreuung, aber die Anwesenheit einer aufmerksamen Person, die Warnzeichen erkennen kann und weiss, was im Ernstfall zu tun ist.

Keine eigenen «Diätentscheidungen»

Die verordnete Konsistenz ist fachlich begründet. Ändern Sie die Koststufe eines Kindes nie eigenmächtig (auch nicht, wenn das Kind «härtere» Kost möchte). Rücksprache mit den Eltern und der Logopädie ist Pflicht.

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Im Notfall richtig handeln und zusammenarbeiten

Ein Verschlucken kann auch im Schulalltag passieren. Vorbereitet zu sein macht den Unterschied.

Notfallprotokoll

Halten Sie für jedes Kind mit Schluckstörung einen Notfallplan bereit (Elternkontakt, Ärztin/Arzt, Massnahmen bei Verschlucken). Besprechen Sie den Plan zu Beginn des Schuljahrs mit dem Team und legen Sie ihn griffbereit ab – nicht im verschlossenen Schrank.

Erste Hilfe bei Verschlucken

Kleinkinder (unter 1 Jahr): Rückenschläge in Bauchlage über dem Oberschenkel, dann Brustkorbkompressionen. Ältere Kinder: 5 kräftige Rückenschläge, dann Bauchstösse (Heimlich-Manöver). Notruf 144 bei anhaltender Atemnot. Regelmässige Auffrischung (z. B. Nothelferkurs) ist für alle Betreuungspersonen empfehlenswert.

Zusammenarbeit mit Eltern und Fachpersonen

Tauschen Sie sich regelmässig mit den Eltern und der Logopädie aus. Melden Sie Veränderungen im Essverhalten (häufigeres Verschlucken, Verweigerung, Gewichtsabnahme) zeitnah. Die Logopädie kann bei Bedarf eine Schulung für das Betreuungsteam anbieten.

Inklusion ermöglichen

Ein Kind mit Schluckstörung soll so normal wie möglich am Mittagstisch teilnehmen. Vermeiden Sie Sondersitze oder Ausgrenzung. Mit guter Vorbereitung und klaren Abmachungen gelingt ein entspanntes Miteinander – für das betroffene Kind und die ganze Tischgruppe.

Noch Fragen offen?

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