DysphagieFood LogoDysphagieFoodWISSEN. ESSEN. LEBENSQUALITÄT.
Wiki-Übersicht

Ernährung

Mangelernährung bei Dysphagie erkennen und vermeiden

Warum Schluckstörungen zu Mangelernährung führen, wie man sie erkennt und mit welchen Strategien man gegensteuert.

Fachlich geprüft Version 1.0
Merken

Ein unterschätztes Risiko

Menschen mit Dysphagie essen oft weniger – aus Angst, Anstrengung oder weil texturangepasste Kost weniger appetitlich erscheint. Zugleich ist pürierte Kost häufig energie- und eiweissärmer. Beides zusammen macht Mangelernährung zu einer der häufigsten Begleiterscheinungen der Dysphagie.

Folgen der Mangelernährung

  • Abbau von Muskelmasse, auch der Schluckmuskulatur – ein Teufelskreis
  • Geschwächtes Immunsystem und schlechtere Wundheilung
  • Erhöhte Sturz- und Infektgefahr
  • Längere Krankheitsdauer und verminderte Lebensqualität

Früherkennung

Warnzeichen sind ungewollter Gewichtsverlust, weite Kleidung, Appetitlosigkeit und lange Essenszeiten. Validierte Screening-Instrumente (etwa MUST oder MNA) helfen Fachpersonen, gefährdete Menschen frühzeitig zu erkennen.

Gegensteuern

Zentral ist die Anreicherung der Kost mit Energie und Eiweiss, ohne die IDDSI-Stufe zu verändern. Ergänzend können Zwischenmahlzeiten, medizinische Trinknahrung und eine appetitliche Präsentation helfen.

Fachliche Begleitung

Bedarf, Screening und Massnahmen gehören in die Hand von Ernährungsfachpersonen. Geeignete Anlaufstellen finden Sie in unserem Verzeichnis.

Nachvollziehbar

Quellen & Referenzen

  1. [1]Volkert, D., et al. (2019). ESPEN guideline on clinical nutrition and hydration in geriatrics. Clinical Nutrition, 38(1), 10-47.
  2. [2]Wirth, R., et al. (2016). Oropharyngeal dysphagia in older persons – from pathophysiology to adequate intervention. Clinical Interventions in Aging, 11, 189-208.
Geprüft von DysphagieFood Administration

Austausch

Kommentare

Fragen, Erfahrungen und Fachhinweise zu diesem Beitrag. Bleib bitte sachlich und respektvoll.

Kommentare werden geladen …