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Grundlagen

Pädiatrische Dysphagie

Schluckstörungen bei Säuglingen und Kindern folgen eigenen Regeln. Überblick zu Ursachen, Zeichen und den Besonderheiten der IDDSI-Anwendung im Kindesalter.

Fachlich geprüft Version 1.0
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Nicht einfach kleine Erwachsene

Schluckstörungen im Kindesalter unterscheiden sich grundlegend von denen Erwachsener. Bei Kindern greifen Ernährung, Wachstum und motorische Entwicklung ineinander – eine Dysphagie kann daher die gesamte Entwicklung beeinflussen. Der Fachbegriff umfasst häufig auch Fütter- und Essstörungen.

Typische Ursachen

Häufige Ursachen sind Frühgeburtlichkeit, angeborene Fehlbildungen, neurologische Erkrankungen wie eine Zerebralparese sowie syndromale Erkrankungen. Auch eine unreife Koordination von Saugen, Schlucken und Atmen bei Frühgeborenen spielt eine Rolle.

Zeichen bei Kindern

  • Trinkschwäche, langes oder unterbrochenes Trinken
  • Husten, Würgen oder feuchtes Atemgeräusch beim Füttern
  • Häufige Atemwegsinfekte
  • Unzureichende Gewichtszunahme und Gedeihstörung

Solche Zeichen gehören in die Hände eines spezialisierten Teams zur Abklärung.

IDDSI für Kinder

Das IDDSI-Rahmenwerk gilt grundsätzlich altersunabhängig, berücksichtigt aber Besonderheiten des Kindesalters. So gelten bei der stueckigen Level-5-Kost für Kinder kleinere maximale Stückgrössen (4 mm statt 15 mm bei Erwachsenen), ebenso bei Level 6 (8 mm statt 15 mm). Der kleinere kindliche Atemweg erfordert diese Anpassung. Die Testmethoden bleiben dieselben.

Entwicklung im Blick

Ziel ist nicht nur die sichere Aufnahme, sondern auch das Erlernen altersgerechter Essfähigkeiten. Deshalb wird die Konsistenz – wo möglich – schrittweise an die Entwicklung angepasst und regelmässig überprüft.

Familien begleiten

Eltern sind zentrale Partner in Diagnostik und Therapie. Anleitung, Sicherheit und Entlastung sind ebenso wichtig wie die medizinische Behandlung – verwandte Hinweise bietet Angehörige begleiten.

Nachvollziehbar

Quellen & Referenzen

  1. [1]Arvedson, J.C. (2008). Assessment of pediatric dysphagia and feeding disorders: clinical and instrumental approaches. Developmental Disabilities Research Reviews, 14(2), 118-127.
  2. [2]Dodrill, P., & Gosa, M.M. (2015). Pediatric Dysphagia: Physiology, Assessment, and Management. Annals of Nutrition and Metabolism, 66(Suppl 5), 24-31.
Geprüft von DysphagieFood Administration

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