Angehörige sind zentral
Ein grosser Teil der Betreuung bei Dysphagie geschieht zu Hause durch Angehörige. Sie sorgen für sichere Mahlzeiten, beobachten Veränderungen und geben emotionale Sicherheit. Gute Information entlastet und schützt beide Seiten.
Die richtige Atmosphäre
- Ruhe und Konzentration – keine Ablenkung durch Fernsehen
- Aufrechte Haltung und ausreichend Zeit
- Während des Essens nicht sprechen lassen
- Kleine Bissen, langsames Tempo
Verordnete Kostform einhalten
Die von Fachpersonen festgelegte IDDSI-Stufe ist verbindlich. Angehörige sollten Konsistenzen nicht eigenmächtig ändern und im Zweifel mit einfachen Tests wie dem Löffelkipptest prüfen. Auch die Getränkestufe ist Teil der Verordnung.
Beobachten und Warnzeichen erkennen
Husten, feuchte Stimme, lange Essenszeiten, Gewichtsverlust oder wiederkehrende Atemwegsinfekte sind Alarmzeichen und gehören fachlich abgeklärt. Angehörige sind oft die Ersten, die solche Veränderungen bemerken.
Angst und Ablehnung
Essen kann für Betroffene mit Angst verbunden sein, und texturmodifizierte Kost wird manchmal abgelehnt. Geduld, eine appetitliche Präsentation und das Eingehen auf Vorlieben helfen. Bei Überforderung bieten Anlaufstellen Unterstützung. Im Notfall gilt der Notfall-Ablauf.
Nachvollziehbar
Quellen & Referenzen
- [1]Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S1-Leitlinie «Neurogene Dysphagie», 2020.
- [2]Baijens, L.W.J., et al. (2016). European Society for Swallowing Disorders – European Union Geriatric Medicine Society white paper: oropharyngeal dysphagia as a geriatric syndrome. Clinical Interventions in Aging, 11, 1403-1428.
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