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Ernährung

Protein und Vitamin D im Alter

Ältere Menschen mit Dysphagie sind besonders gefährdet für Protein- und Vitamin-D-Mangel. Warum der Bedarf steigt, wie Defizite erkannt werden und was die texturmodifizierte Küche beitragen kann.

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Warum der Bedarf steigt

Im Alter verändern sich Stoffwechsel und Körperzusammensetzung: Muskelmasse nimmt ab, die Proteinverwertung wird weniger effizient, und Vitamin D wird in der Haut schlechter gebildet. Gleichzeitig sinkt bei vielen älteren Menschen der Appetit und die Nahrungsaufnahme. Kommt eine Dysphagie hinzu, verschärft sich das Risiko für Defizite erheblich.

Protein – Baustein gegen Muskelverlust

Die empfohlene Proteinzufuhr für gesunde ältere Menschen liegt bei mindestens 1,0 g pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag – höher als für jüngere Erwachsene. Bei Erkrankung oder Sarkopenie steigt der Bedarf auf 1,2 bis 1,5 g/kg/Tag. In texturmodifizierter Kost ist Protein oft knapp, weil proteinreiche Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte) beim Pürieren an Volumen zunehmen und damit die Energiedichte sinkt.

Proteinquellen für texturangepasste Kost

  • Milchprodukte: Quark, Joghurt, Rahm und Käse lassen sich gut in pürierte Speisen einarbeiten
  • Eier: Vielseitig und gut pürierbar
  • Fisch: Besonders Lachs und Forelle haben eine weiche Grundtextur
  • Proteinpulver: Geschmacksneutrales Molkenprotein kann Speisen und Getränken zugesetzt werden
  • Hülsenfrüchte: Linsen und Kichererbsen lassen sich cremig pürieren

Mehr dazu im Artikel Nährstoffanreicherung bei Püree.

Vitamin D – das Sonnenvitamin

Vitamin D ist für Knochengesundheit, Muskelfunktion und das Immunsystem unentbehrlich. Im Alter ist die Eigenproduktion in der Haut deutlich vermindert, und die wichtigsten Nahrungsquellen (fetter Fisch, Eigelb, angereicherte Produkte) decken den Bedarf selten. Die meisten Fachgesellschaften empfehlen für ältere Menschen eine Supplementierung, die ärztlich verordnet wird.

Was die Küche beitragen kann

Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie Lachs, Hering, Eigelb und angereicherte Milchprodukte können bewusst in den Speiseplan integriert werden. Die texturangepasste Zubereitung ändert den Vitamin-D-Gehalt nicht wesentlich. Dennoch reicht die Nahrung allein in den meisten Fällen nicht aus – eine ärztliche Beurteilung und gegebenenfalls Supplementierung bleibt wichtig.

Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen

Protein und Vitamin D wirken zusammen: Vitamin D unterstützt die Muskelproteinsynthese, und ausreichend Protein liefert das Baumaterial. Gemeinsam mit Bewegung bilden sie das Dreieck gegen Sarkopenie. Eine Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln, ist der Schlüssel.

Nachvollziehbar

Quellen & Referenzen

  1. [1]Deutz, N.E.P., et al. (2014). Protein intake and exercise for optimal muscle function with aging: Recommendations from the ESPEN Expert Group. Clinical Nutrition, 33(6), 929-936.
  2. [2]Bauer, J., et al. (2013). Evidence-based recommendations for optimal dietary protein intake in older people: a position paper from the PROT-AGE Study Group. Journal of the American Medical Directors Association, 14(8), 542-559.
  3. [3]Volkert, D., et al. (2019). ESPEN guideline on clinical nutrition and hydration in geriatrics. Clinical Nutrition, 38(1), 10-47.
Geprüft von DysphagieFood Administration

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