Das Dilemma
Zum Schutz vor Aspiration werden Getränke bei Dysphagie oft angedickt. Angedickte Getränke werden jedoch häufig als weniger angenehm empfunden und in geringerer Menge getrunken. So entsteht ein Zielkonflikt zwischen Schlucksicherheit und ausreichender Flüssigkeitszufuhr.
Warum Dehydratation gefährlich ist
- Verwirrtheit, Müdigkeit und erhöhte Sturzgefahr
- Verstopfung und Harnwegsinfekte
- Eingedickter Speichel, der das Schlucken zusätzlich erschwert
- Beeinträchtigte Nieren- und Kreislauffunktion
Strategien
Flüssigkeit steckt nicht nur im Glas. Sie lässt sich über wasserreiche Speisen, Suppen, Gelees und angedickte Getränke in der richtigen Stufe verteilen. Regelmässige, über den Tag verteilte kleine Mengen sind wirksamer als seltene grosse Portionen.
Die richtige Stufe finden
Die passende Getränkestufe ist eine individuelle Abwägung: so dick wie nötig für die Sicherheit, so dünn wie möglich für die Trinkmenge. Diese Entscheidung trifft eine qualifizierte Fachperson und überprüft sie regelmässig.
Beobachten und dokumentieren
Eine einfache Trinkmengen-Dokumentation macht sichtbar, ob der Bedarf gedeckt wird. Anzeichen von Dehydratation (dunkler Urin, trockene Schleimhäute, Verwirrtheit) sollten ernst genommen und fachlich abgeklärt werden.
Nachvollziehbar
Quellen & Referenzen
- [1]Volkert, D., et al. (2019). ESPEN guideline on clinical nutrition and hydration in geriatrics. Clinical Nutrition, 38(1), 10-47.
- [2]Cichero, J.A.Y. (2013). Thickening agents used for dysphagia management: effect on bioavailability of water, medication and feelings of satiety. Nutrition Journal, 12, 54.
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