DysphagieFood LogoDysphagieFoodWISSEN. ESSEN. LEBENSQUALITÄT.
Wiki-Übersicht

Diagnostik

Das EAT-10 Screening verstehen

Der EAT-10 ist ein kurzer Fragebogen zur Selbsteinschätzung des Schluckens – wie er funktioniert und was er leisten kann.

Fachlich geprüft Version 1.0
Merken

Was der EAT-10 ist

Der Eating Assessment Tool (EAT-10) ist ein kurzer, validierter Fragebogen mit zehn Aussagen zur Selbsteinschätzung von Schluckproblemen. Er ist schnell ausfüllbar und dient als Screening – also als erster Hinweis, nicht als Diagnose.

Wie er funktioniert

Betroffene bewerten zehn Aussagen (etwa zu Gewichtsverlust, Husten beim Essen oder Anstrengung beim Schlucken) auf einer Skala von 0 (kein Problem) bis 4 (schweres Problem). Die Punkte werden addiert.

Interpretation

Ein Summenwert ab 3 Punkten gilt als auffällig und weist auf ein mögliches Schluckproblem hin. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch eine Dysphagie, sondern den Bedarf einer weiterführenden Abklärung durch Fachpersonen.

Stärken und Grenzen

  • Vorteil: schnell, einfach, ohne Hilfsmittel
  • Vorteil: sensibilisiert Betroffene und Angehörige
  • Grenze: erfasst nur die Selbstwahrnehmung
  • Grenze: erkennt keine stille Aspiration

Einordnung

Der EAT-10 ergänzt die klinische Beobachtung und instrumentelle Verfahren, ersetzt sie aber nicht. Er ist ein niederschwelliger Einstieg, um Betroffene rechtzeitig in eine fachliche Abklärung zu bringen.

Nachvollziehbar

Quellen & Referenzen

  1. [1]Belafsky, P.C., et al. (2008). Validity and Reliability of the Eating Assessment Tool (EAT-10). Annals of Otology, Rhinology & Laryngology, 117(12), 919-924.
  2. [2]Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S1-Leitlinie «Neurogene Dysphagie», 2020.
Geprüft von DysphagieFood Administration

Austausch

Kommentare

Fragen, Erfahrungen und Fachhinweise zu diesem Beitrag. Bleib bitte sachlich und respektvoll.

Kommentare werden geladen …