Was der EAT-10 ist
Der Eating Assessment Tool (EAT-10) ist ein kurzer, validierter Fragebogen mit zehn Aussagen zur Selbsteinschätzung von Schluckproblemen. Er ist schnell ausfüllbar und dient als Screening – also als erster Hinweis, nicht als Diagnose.
Wie er funktioniert
Betroffene bewerten zehn Aussagen (etwa zu Gewichtsverlust, Husten beim Essen oder Anstrengung beim Schlucken) auf einer Skala von 0 (kein Problem) bis 4 (schweres Problem). Die Punkte werden addiert.
Interpretation
Ein Summenwert ab 3 Punkten gilt als auffällig und weist auf ein mögliches Schluckproblem hin. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch eine Dysphagie, sondern den Bedarf einer weiterführenden Abklärung durch Fachpersonen.
Stärken und Grenzen
- Vorteil: schnell, einfach, ohne Hilfsmittel
- Vorteil: sensibilisiert Betroffene und Angehörige
- Grenze: erfasst nur die Selbstwahrnehmung
- Grenze: erkennt keine stille Aspiration
Einordnung
Der EAT-10 ergänzt die klinische Beobachtung und instrumentelle Verfahren, ersetzt sie aber nicht. Er ist ein niederschwelliger Einstieg, um Betroffene rechtzeitig in eine fachliche Abklärung zu bringen.
Nachvollziehbar
Quellen & Referenzen
- [1]Belafsky, P.C., et al. (2008). Validity and Reliability of the Eating Assessment Tool (EAT-10). Annals of Otology, Rhinology & Laryngology, 117(12), 919-924.
- [2]Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S1-Leitlinie «Neurogene Dysphagie», 2020.
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