Was FEES ist
FEES steht für Flexible Endoscopic Evaluation of Swallowing – die flexible endoskopische Evaluation des Schluckens. Dabei wird ein dünnes, flexibles Endoskop über die Nase eingeführt, um Rachen und Kehlkopf während des Schluckens direkt zu beobachten. FEES ist neben der Videofluoroskopie der Goldstandard der instrumentellen Dysphagie-Diagnostik.

Der Ablauf
- Das Endoskop wird schonend über einen Nasengang eingeführt
- Zunächst werden Anatomie, Sekret und Sensibilität beurteilt
- Anschliessend schluckt die Person eingefärbte Speisen und Getränke verschiedener Konsistenzen
- Die Kamera zeigt in Echtzeit, wie sicher der Bolus transportiert wird
Was FEES zeigt
FEES macht sichtbar, ob Nahrung in die Atemwege gelangt (Penetration oder Aspiration), ob Reste im Rachen zurückbleiben und wie gut der Kehlkopf schützt. Besonders wertvoll ist der Nachweis einer stillen Aspiration, die klinisch unbemerkt bleibt.
Vorteile
FEES ist ohne Röntgenstrahlung, direkt am Krankenbett durchführbar und beliebig wiederholbar. Dadurch eignet es sich gut für Verlaufskontrollen und für die Auswahl sicherer Konsistenzen.
Nutzen für die Kost
Aus dem Befund leiten Fachpersonen ab, welche IDDSI-Stufen sicher sind und welche Strategien helfen. FEES wird von entsprechend geschulten Ärztinnen und Logopädinnen durchgeführt und im Team ausgewertet.
Nachvollziehbar
Quellen & Referenzen
- [1]Langmore, S.E. (2017). History of Fiberoptic Endoscopic Evaluation of Swallowing for Evaluation and Management of Pharyngeal Dysphagia: Changes over the Years. Dysphagia, 32, 27-38.
- [2]Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S1-Leitlinie «Neurogene Dysphagie», 2020.
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