Was ist eine Aspirationspneumonie?
Eine Aspirationspneumonie ist eine Lungenentzündung, die entsteht, wenn Nahrung, Flüssigkeit, Speichel oder Magensaft in die Atemwege und die Lunge gelangen. Sie ist eine der schwerwiegendsten und häufigsten Folgen einer Dysphagie und mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden.
Wie sie entsteht
Entscheidend ist nicht nur die Aspiration selbst, sondern auch, was aspiriert wird und wie gut die Abwehr funktioniert. Ein hoher Keimgehalt im Mund, ein geschwächtes Immunsystem und eine fehlende Hustenreaktion (stille Aspiration) erhöhen das Risiko erheblich.
Risikofaktoren
- Schlechte Mundhygiene und hohe Keimzahl im Mund
- Neurologische Erkrankungen mit stiller Aspiration
- Reduzierter Allgemein- und Immunstatus
- Sondenernährung mit Reflux
- Immobilität und flache Lagerung
Prävention
Die wirksamste Vorbeugung ist ein Bündel von Massnahmen: eine konsequente Mundhygiene, die Einhaltung der verordneten Kostform, aufrechte Körperhaltung beim und nach dem Essen sowie eine frühe Erkennung von Schluckstörungen.
Warnzeichen
Fieber, zunehmende Atemnot, produktiver Husten und eine Verschlechterung des Allgemeinzustands nach den Mahlzeiten können auf eine Aspirationspneumonie hinweisen und gehören ärztlich abgeklärt. Bei akuter Atemnot oder Erstickungsgefahr gilt der Notfall-Ablauf.
Nachvollziehbar
Quellen & Referenzen
- [1]Langmore, S.E., et al. (1998). Predictors of aspiration pneumonia: how important is dysphagia? Dysphagia, 13(2), 69-81.
- [2]Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): S1-Leitlinie «Neurogene Dysphagie», 2020.
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