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Säureregulator / Stabilisator

Citras (Natriumcitrat)

E 331Salz der Zitronensäure

Trinatriumcitrat – pH-Puffer, Schmelzsalz und Stabilisator. Reguliert den Säuregrad, verbessert Emulgierbarkeit und unterstützt Texturgeber in der Konsistenzkost.

Produktbild: Citras (Natriumcitrat)
Produktbild: Texturas / thungourmet.ch

Steckbrief

  • E-Nummer: E 331 (Natriumcitrat)
  • Herkunft: Salz der Zitronensäure, synthetisch
  • Technologische Eignung (IDDSI-Texturen): indirekt – Säureregulator und Schmelzsalz, keine eigenständige Texturierung
  • Verarbeitung: kalt löslich – direkt einrühren; auch als Puffer bei der Sphärifikation
  • Mundgefühl & Optik: geschmacklich leicht säuerlich-salzig, unsichtbar
  • Ideal für: Schmelzkäse-Saucen (Fondue), pH-Regulierung, Alginsphären-Bäder

Chemische Eigenschaften

Chemische Bezeichnung: Trinatriumcitrat (C₆H₅Na₃O₇). Weisses, kristallines Pulver, wasserlöslich, geschmacksneutral bis leicht salzig-säuerlich.

Funktionelle Eigenschaften: - pH-Puffer: Reguliert den Säuregrad von Speisen und Getränken - Stabilisator: Stabilisiert Emulsionen und Gele durch Komplexierung von Kalziumionen - Schmelzsalz: Fördert gleichmässige Verteilung von Proteinen und Fetten in Milchprodukten

Einsatz in der Dysphagiekost

Citras wird häufig als unterstützender Zusatz bei der Herstellung stabiler Texturen eingesetzt:

  • Emulgierte Pürees mit stabiler Fettbindung (z. B. mit Butter oder Käse)
  • Regulierung des pH-Werts zur Stabilisierung von Gelstrukturen
  • Reduktion metallischer Noten in pürierten Fleischprodukten durch Chelatwirkung
  • Verbesserung der Funktionalität von Alginat in Kombination mit Kalziumquellen

Verarbeitung & Dosierung

Natriumcitrat wird einfach in der wässrigen Phase gelöst. In der Konsistenzkost dient es meist als Hilfsstoff in kleinen Mengen: Es puffert die Säure (hebt einen zu tiefen pH an), komplexiert störende Kalziumionen und verbessert so die Funktion anderer Texturgeber (z. B. Alginat-Sphärifikation aus sauren Flüssigkeiten) sowie die Schmelz- und Emulgiereigenschaften bei käsehaltigen Pürees. Dosierung nach Bedarf und Rezeptur – verbindlich sind die Herstellerangaben.

Sicherheit & Regulatorik

Die Citrate des Natriums sind in der EU als Zusatzstoff E 331 zugelassen (E 331i–iii; Verordnung (EG) Nr. 1333/2008; Schweiz: ZuV, SR 817.022.31) und werden nach dem Prinzip «quantum satis» (nach technologischer Notwendigkeit, ohne festgelegte Höchstmenge) verwendet.

Die EFSA sieht bei den Citronensäuresalzen (2014 bewertet) kein Sicherheitsbedenken; ein zahlenmässiger ADI ist nicht erforderlich. Zu beachten: Natriumcitrat trägt zur Natriumzufuhr bei – bei natriumreduzierter Ernährung relevant. Vegan und nicht allergen.

Wissensposter

Kompakte Fachübersicht zu Citras (Natriumcitrat) für die Profiküche – Eigenschaften, Verarbeitung, Dosiertabelle und Praxistipps auf einen Blick. Zum Vergrössern anklicken oder als PDF für Ausdruck und Küchenwand herunterladen.

Produktangaben

Kompakte Praxisangaben, wie sie typischerweise auf der Produktverpackung stehen.

Eigenschaften
Weisses, gut wasserlösliches, kristallines Pulver (Trinatriumcitrat). Wirkt als pH-Puffer, Stabilisator (Kalzium-Komplexbildner) und Schmelzsalz; geschmacksneutral bis leicht salzig-säuerlich.
Anwendung
In der wässrigen Phase lösen. In kleinen Mengen zur pH-Regulierung, zur Stabilisierung von Emulsionen/Gelen und zum Abpuffern saurer Flüssigkeiten (Sphärifikation) einsetzen.
Zutaten
Trinatriumcitrat (E 331).
Hinweise
Kühl, trocken und luftdicht lagern. Trägt zur Natriumzufuhr bei.

Fachquellen & Hinweise

  • Konsistenz- und Level-Angaben orientieren sich am IDDSI-Framework (iddsi.org).
  • Die E-Nummer folgt der EU-Zusatzstoffkennzeichnung; für Dosierung und Verarbeitung sind stets die jeweiligen Herstellerangaben massgeblich.
  • Produktbild: Texturas / thungourmet.ch.

Die Fachprofile dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle fachliche Beratung. Jede fertige Konsistenz mit der passenden IDDSI-Methode prüfen.